Organisationsaufstellungen: Jeder fühlt sich wohl an seinem Platz
„Wir sind eine große Familie“ – auf den ersten Blick klingt dieser Satz gut. Und tatsächlich verhalten sich die Menschen in vielen Firmen und Teams oft wie „zuhause“. Vor allem im sozialen Bereich entstehen dann familienähnliche Probleme. Aber auch der umgekehrte Fall kommt vor: Manche Menschen „verwechseln“ ihre Familie mit ihrem Arbeitsplatz. Familien- und Organisationsaufstellungen haben deshalb Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.
Inzwischen gibt es sehr viele verschiedene Formen von systemischen Aufstellungen im beruflich-wirtschaftlichen Kontext. Wir arbeiten mit einer Methode, die auf Gunthard Weber (link www.wieslocher-institut.com) zurückgeht. Er hat bereits 1993 seine Erfahrungen aus den Familienaufstellungen weiterentwickelt und das Prinzip auf den beruflichen und Firmenkontext ausgedehnt. Eine andere Rolle erweitert die Sicht Durch das Aufstellen von Personen erhalten wir Informationen über Strukturen, Dynamiken und Wechselwirkungen und können daraus hilfreiche Lösungen und Erkenntnisse gewinnen. Eine Aufstellung hat für die Person, die ihr Anliegen eingebracht hat, eine positive Wirkung. Sie taucht auch nach Monaten immer wieder als inneres Lösungsbild auf. Oft ist auch der ganze Außenkreis sehr berührt. Vor allem dann, wenn mit bestimmten Stellvertreterrollen auch eigene Erfahrungen gemacht werden können: Wie fühle ich mich in der Rolle des Kunden, der Chefin oder des neuen Produkts?
Trotz einiger Gemeinsamkeiten - Familien- und Organisationsaufstellungen haben unterschiedliche Prinzipien. Einige Beispiele:
- Zugehörigkeit: In einer Firma kann man kündigen oder gekündigt werden. Einer Familie bleibt man immer zugehörig.
- Zeitraum: Wer länger da ist, hat (bei Gleichgestellten) Vorrang.
- Hierarchie: Leitung hat Vorrang - „Wir sind alle gleich“ führt zu Beziehungskonflikten und Unklarheiten.
Das Ziel: In einer Organisation stehen am Ende alle an ihrem richtigen Platz und fühlen sich dort wohl.
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